Spartan Race 2017

Spartan Race Sprint München 2017 – mein kleiner Erfahrungsbericht

 

Für mich ist der Spartan Race Sprint Event keine Veranstaltung, worauf ich mich wochenlang vorbereitet hatte. Denn anders als andere ambitionierte Sportler entschied ich mich eine Woche vor dem Event mal spontan mal mitzumachen. Interessant dürfte es sein, welche Hindernisse gefragt, wie schwierig die Hindernisläufe wirklich sind und welche sportlichen Skills unbedingt von einem abverlangt werden. Respekt an die Sportler, die die rund 6-7km lange Strecke mit mindestens 15 Hindernissen in 40 Minuten packen. Aber so eilig habe ich es nun auch wieder nicht, da das erste Obstacle Race Event ein Erlebnisfeeling sein soll. Und da genießt man doch jede Minute auf dem Platz.

Kleines Kribbeln schon beim Anfeuern am Start

Eine kleine sportliche Herausforderung steht schon vor der Startlinie an. Man muss nämlich über ein Hindernis rüber klettern, um zur Startmarkierung zu kommen. Wäre ja nicht so der Hammer gewesen, wenn man das gleich zu Beginn nicht geschafft hätte. Nach einer kleiner Anfeuerungsrunde mit gemeinsamer Aufwärmphase und nach dem Startschuss geht’s auch schon los und die Leute scheinen bester Laune zu sein. Das lob ich mir! Soll ja schließlich auch Spaß machen.

Die Hindernisse mal kurz beschrieben

Hier soll mal ganz kur ein kleiner Einblick in die Welt der Hindernisse gegeben werden. Wäre vielleicht für die Neueinsteiger mal interessant, wenn sie noch unentschlossen sind, ob sie mal mitmachen wollen.

Das erste Hindernis – ein schweißtreibender Hügellauf

Im Vorfeld sollte man unbedingt an seiner Kondition durch Laufen, Laufen und nochmals Laufen machen. Und zwar durch Sprints, langsamen Dauerläufen, Intervalltrainingseinheiten und auf verschiedenen Laufböden sowie durch Hügellauf. Und gerade der Hügellauf zum Berg ist eine schweißtreibende Angelegenheit, stellt aber kein überraschendes Hindernis bei den Obstacle Races dar. Selbst wenn ihr im Vorfeld schon ordentlich diese Läufe gemeistert habt, werden sie im Wettkampf mit euren Mitstreitern bei Zeitdruck, besonders anstrengend.

Eine Vielzahl an Hindernissen beim Spartan Race 2017

 

Nach dem Hügellauf stehen schon die nächsten Hindernisse an. Die Holzwände müssen auf verschiedene Wege überwunden werden (einmal drüber, einmal darunter kriechen, einmal durch das Loch in der Holzwand). Euer Balance Feeling über Holzbalken wird gefragt sein. Anschließend lauft ihr mit dicken Powerketten die Hügel rauf und runter, tragt Holzstämme durch die Gegend, dicke Monstertruckreifen auf die andere Seite und zurückbefördern.

Baden gehen, viel klettern, durchpowern

Obstacles

Besonders feuchtfröhlich wird’s in den Übungen im Wasser Zunächst muss das andere Ufer im Wasser erreicht werden, bei der der Wasserstand teilweise bis zum Oberkörper geht. Ein anderes Mal müsste ihr auf die Plattformen, die im Wasser sind, draufspringen. Diese Übungen stellen für mich eine der schwierigen Übungen dar, da kaum jemand sie souverän bewältigen konnte.

Spartan Race 2017

Wie Spiderman klettert ihr die Netze hoch unter, Schwingt euch über die Bars, klettert seitlich zum Endpunkt, balanciert über Slingseile, tragt Gewichte (mal Holzstamm, mal Kugeln, mal Sandsäcke) und müsst immer wieder beweisen, dass ihr körperlich absolut topfit seid.

Laufanteil fällt eher gering aus

Der Laufanteil scheint mit Ausnahme des kleinen Hügellaufs nicht extrem groß auszufallen. Vielleicht bin ich aber auch größere Distanzen gewohnt. Ihr könnt also ruhig die Strecken im höheren Tempo laufen. Ich dagegen habe ohne große Vorbereitung mal dazu entschieden, die Strecken im Joggingtempo zu laufen und habe mir dabei Zeit gelassen, die Hindernisse zu bewältigen und als sozialer Mensch hilft man anderen bei der Bewältigung der Hindernisse.

Wie fit muss man sein, um das Rennen zu überstehen?

Burpees

Nach all den Hindernissen wird einem klar, mit welchem Sporttraining ganz vorne mit den Großen mithalten kann. Und könnten folgende Sporttypen gewisse Vorteile haben:

  • Ausdauersportler & Läufer: wenn man es sich zum Ziel setzt, das Siegertreppchen zu erklimmen, muss man ordentlich Vollgas geben und selbst bei Hindernissen im Vollgasmodus die Hürden bewältigen und zudem Burpees im Idealfall im schnellen Tempo bewältigen. Die Laufkondition wird in weiteren Races (Super, Beast usw.) noch stärker in den Vordergrund treten.
  • Wer klettern und bouldern kann, hat kleine Vorteile! Ich denke aber, dass die Hindernisse den Profisportlern in diesem Bereich wie ein lockeres Warmup erscheinen. Als Spartan Athlet ist der Kletter- und Schwinganteil nicht zu unterschätzen. Aber allgemein ist die Mischung aus Körperkraft und hoher Beweglichkeit ein wichtiger Faktor für den Erfolg bei einem Rennen.
  • Sportarten mit Fokus auf Eigengewicht bringen Vorteile! Ich denke an Sportarten wie Calisthenics, Crossfit, Freeletics sowie an höchst anspruchsvolle sportliche Bewegungen bei Tanzformen wie Breakdance (komme by the way aus dieser Sportkultur). Kraft entsteht nicht nur durch monotones Bankdrücken mit Gewichten, sondern ist auch Resultat eines ganzheitlichen Trainings mit allen aktiven Muskelgruppen.

Extremes Sportevent?

Geschafft
Gechafft! Erste Medaille bei der ersten Erfahrung ever bei einem Spartan Race.

Wer Burpees nicht mag und bei allen anderen Hindernissen das Gefühl hat, dass große Schwierigkeiten auftreten, sollte sich das Event lieber zweimal überlegen. Ich hatte allerdings nicht das Gefühl, dass man beim Sprint-Event der absolute Sportass sein muss, wenn im Team zusammen die ganzen Hürden bewältigt werden und man es doch eher gemütlich angeht. Hin und wieder habe ich aber das Gefühl, dass einige Leute die Veranstaltung ein wenig zu ernst nehmen, wenn sie zusammengekauert am Boden ins Leere blicken. Leute, so ein Event wie der Spartan Race ist doch nur eine unterhaltsame Sportveranstaltung, die man mit Mitstreitern bewältigt. Der psychologische Aspekt des Miteinander wird hier stark in den Vordergrund gerückt und dafür ist das Event schon eine feine Sache. Für mich endete das erste Rennen ohne größere Probleme bei den Hindernissen. Lediglich Speerwerfen und diese Monkey Bar Techniken kann man bei mir noch ausbauen. Aber den ersten Teil habe ich schon hinter mir.

Letztendlich zieh ich es als Fazit, dass es nur eine lustige Veranstaltung ist, wo ich bei Hindernissen selten das Lächeln verlor. So ein Hindernislauf ist zwar ein wenig schweißtreibend, aber ist nicht die Sporthölle auf Erden. Hier ist mal ein tolles Video mit den Eindrücken aus München: https://vimeo.com/212553659

 

 

 

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