Berliner Olympiastadion

Erfahrung beim Big 25 Lauf in Berlin: es geht ordentlich zur Sache

 

Nervös war ich vor dem Lauf schon ein wenig! Obwohl ich in der Vorbereitung des Öfteren Halbmarathonläufe im Joggingtempo gelaufen bin, sind solche schnellen Duelle auf einer 25km Laufbahn schon eine Sache an sich. Würde ich die Strecke im gemütlichen Sonntagslauf am Fluss durchziehen, wärs natürlich kein Problem. Aber bei einem 25km Lauf mit mehreren tausend Athleten ticken die Uhren ganz anders und man ist schon gewillt, den vielen Zuschauern zu zeigen, dass man was draufhat! Bei Wettkämpfen ist der Kampfgeist anders. Deswegen war der Big 25 ein guter Härtetest zum bevorstehenden Marathonlauf im Oktober!

Die Strecke in Berlin – ein Lauf in hoher Geschwindigkeit

Big 25 Lauf

vor dem LaufLos geht’s vorm Olympiastadion am Olympischen Platz. Sightseeing Touren hat mit der Siegessäule, dem Brandenburger Tor, Gendarmenmarkt sowie dem Kurfürstendamm, um mal einige der Sehenswürdigkeiten zu nennen. Mit über 10000 Teilnehmern jährlich gehört der Big 25 Lauf zu den größten 25km Läufen in Europa und ist sowas wie eine Sightseeing Tour ohne vier Rädern aber vielleicht mit der gleichen Geschwindigkeit. Allein das Gefühl, die Straße entlang bis zum Siegestor zu laufen, stärkt den Ehrgeiz, alles zu geben. Eng ist die Straße keinesfalls und wer die Strecke zu Schnellläufen und Sprints ansetzen will, kann die ganze Breite ausnutzen.

Und der Lauf erinnert auch ein wenig an eine Fahrt auf der Autobahn. Am Anfang laufen alle Läufer der Disziplinen 10km, 21km und 25km zusammen. Dann führen die Straßenverzweigungen zum Abschied von den Läufern und Läuferinnen!

Meine persönliche Erfahrung beim Big 25 Lauf

Ruhe vor dem Sturm
Ruhe vor dem Sturm

Ich habe schon mehrmals den Halbmarathon an Wochenenden gelaufen und die paar Kilometer mehr beim Big25 sollten eigentlich kein Problem werden. Doch hier herrschen andere Bedingungen. Der Körper ist auf Wettkampfmodus eingestellt und man rollt schon in den ersten Kilometern in seine Pace ein und dann geht’s ordentlich zur Sache. Oder man kann sich überlegen, einfach mal die Hälfte im Joggingtempo und die andere Hälfte im Intervalltrainingsmodus zu laufen.

Nach mehreren Trainingssession war ich diesmal nun bereit, schon in den ersten Kilometern ordentlich Gas zu geben. Das bedeutet hier eine Pace von unter 5 min/km mit Variationen im Tempo zu nutzen. In den ersten 7-8 km läuft es noch gut. Doch nach mehreren Sprint-Einlagen merkt man doch, wie einem der volle Akku voller Power allmählich im Stich lässt und in der Geschwindigkeit allmählich langsamer wird. An diesem Tag habe ich gemerkt, dass meine Ernährung und die Versorgung des Körpers mit Wasser doch nicht ganz optimal waren. Das zweite Drittel des Abschnitts musste ich dann doch wieder im relaxten Trainingstempo zwischen 5-6 min/km laufen bevor dann das Tempo in kurzen Intervallabschnitten wieder Richtung Ziel geht.

Große Herausforderungen neben der Strecke war vor allem die Hitze. Die Strecke ist bei sommerlichen Temperaturen über 20° Grad und viel Sonn natürlich nicht so vorteilhaft für einen Langstreckenlauf. Und leider stellte sich die Wasserversorgung an den Ständen als verbesserungswürdig

Deshalb ist eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr bei jedem Wasserstand unabhängig der Ambitionen einfach ein Muss.

Fazit

Im Vorfeld konnte man schon einige Erfahrungsberichte zum Big 25 sammeln. Und man wird keineswegs überrascht sein, wenn es schnell hergeht. Hier haben immer die weltbesten Sportler der Welt ihre Runden gedreht. Sich mit denen zu messen, ist natürlich ein besonderes Highlight. Aus versorgungstechnischer Sicht kann man die Wasserstände ruhig mal besser optimieren, wenn schon 10000 Läufer in der Hitze sprinten. Aber im Großen und Ganzen eine tolle Strecke für Anfänger und Profis!

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